Spinell-Schmuck ist etwas für Kenner. Lange Zeit mit dem Rubin verwechselt, ist der Spinell ein Stein, der lange im Schatten der ganz Großen stand und nun endlich ins Rampenlicht gehört. Der „Rubin des Schwarzen Prinzen“ in der britischen Imperial State Crown? Ein roter Spinell. Der 361 Karat schwere „Timur-Rubin“ unter den Kronjuwelen? Ebenfalls ein Spinell. Über Jahrhunderte hinweg waren die schönsten „Rubine“ der Geschichte in Wahrheit Spinelle, und erst im 19. Jahrhundert gelang es der modernen Mineralogie, sie voneinander zu unterscheiden. Diese Enthüllung war jedoch keineswegs eine Enttäuschung, sondern verlieh dem Spinell seinen ganz eigenen Stellenwert. Er ist ein Magnesium-Aluminium-Oxid, das in perfekten Oktaedern kristallisiert und in Rot, Rosa, Blau, Violett, Schwarz und sogar farblos vorkommt.
In der Steinheilkunde gilt der Spinell als Stein der Vitalität, der Regeneration und des Neuanfangs. Je nach Farbe wirkt er hauptsächlich auf das Wurzelchakra (schwarzer und roter Spinell) oder das Herzchakra (rosa Spinell). Roter Spinell revitalisiert tiefgehend, schenkt körperliche Energie und entfacht die Leidenschaft neu. Schwarzer Spinell wirkt als kraftvoller Schutzstein für die Erdung. Rosa Spinell öffnet das Herz mit sanfter, freudiger Energie. Er ist ein Stein, der hilft, Phasen der Erschöpfung zu überwinden, sich nach einer Krise wieder aufzurichten und neuen Mut zum Weitermachen zu finden.
Der Spinell lässt sich gut mit Granat (verstärkte Vitalität), Amethyst (Energiekanalisierung) oder Bergkristall (Verstärkung) kombinieren. Was die Pflege betrifft, ist der Spinell mit einer Härte von 8 auf der Mohs-Skala, direkt hinter dem Saphir, ein unkomplizierter Stein. Ein Abspülen unter klarem Wasser sowie das Aufladen in der Sonne oder im Mondlicht genügen. Er ist ein widerstandsfähiger Stein, der sich hervorragend für das tägliche Tragen eignet.